Ridge Preservation mit narbenfreier Weichgewebsheilung
Klinische Herausforderung
Der Erhalt des Alveolarkamms sowie eine hochwertige, ästhetische Weichgewebsregeneration sind in der Frontzahnregion entscheidend. In diesem Fall konnten sowohl Hart- als auch Weichgewebe mit einem hochästhetischen Ergebnis ohne sichtbare Narben erhalten werden.
Klinische Situation
Bei der Patientin war die Extraktion eines einzelnen Frontzahns erforderlich. Mithilfe atraumatischer, minimalinvasiver Techniken wurde das Gebiet für die spätere Implantation vorbereitet. Die bukkale Knochenlamelle war erhalten, sodass sich der Defekt für die Socket Preservation eignete.
Behandlungsprotokoll
- Extraktion & Alveolenmanagement
- Zahnextraktion mit minimalem Trauma
- Deepithelialisierung des Sulkus mit Diamantbohrer
- Auffüllen der Alveole mit Geistlich Bio-Oss® Collagen zum Volumenerhalt
- Weichgewebsverschluss
- Verschluss der Alveole mit Geistlich Mucograft® Seal
- Fixation der Matrix mittels Einzelknopfnähte und doppelten Einzelknopfnähten
- Wundheilung & Ergebnis
- Tag 3: Erste Weichgewebsheilung ohne Entzündungszeichen
- Tag 10 (Nahtentfernung): Gesundes Gewebe, spannungsfreier Verschluss, keine Narbenbildung
- Nach 9 Wochen: Fortgeschrittene Weichgewebsreifung mit natürlichen Konturen
- Implantation & definitive Versorgung
- Nach 4 Monaten: Ausreichende Knochenqualität und -quantität bestätigt → Implantation ohne zusätzliche Augmentation
- Nach 11 Monaten: Definitive Versorgung mit exzellenter ästhetischer Integration abgeschlossen
Klinisches Vorgehen
Ein minimalinvasives Extraktions- und Alveolenmanagement ermöglichte eine optimale Gewebsregeneration. Geistlich Biomaterialien spielten eine Schlüsselrolle für die schnelle Heilung mit natürlichen, ästhetischen Ergebnissen.
Fazit
Die Socket Preservation mit Geistlich Bio-Oss® Collagen und Geistlich Mucograft® Seal führte zu einer narbenfreien Weichgewebsheilung und stabiler Knochenneubildung. Nach 4 Monaten konnte das Implantat komplikationslos inseriert werden; die definitive Versorgung nach 11 Monaten erzielte ein hochzufriedenstellendes ästhetisches und funktionelles Resultat.
Prof. Stefan Fickl
Parodontologie,
Universitätsklinikum Würzburg